Wir über uns
Der Jugendverband Computer & Medien (JuCoM) ist die rechtlich eigenständige Jugendorganisation des Verbandes für Informations-verarbeitung NRW e.V. Sie bildet den Zusammenschluss der Jugendgruppen der Stenografenvereine des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stenojugend ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe und Mitglied im Landesjugendring, der Arbeitsgemeinschaft der freien Jugendverbände in NRW. Die JuCoM hat einen ehrenamtlichen Vorstand, der mit viel Engagement für die Jugend tätig ist. Darüber hinaus verfügt die JuCoM über eine Geschäftsstelle, in der hauptamtliche und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sind.
Die JuCoM verfügt über eine breite Palette an Freizeit- und Bildungs-angeboten: Bei der Stenojugend kann man an Ferienfreizeiten teilnehmen, bei Studienreisen interessante Städte und Regionen näher
kennen lernen oder an Tagestrips zu den unterschiedlichsten Freizeitzielen teilnehmen. Des Weiteren gibt es ein umfangreiches Seminarangebot mit sehr breit gefächerten Themenschwerpunkten in den
Bereichen Politik, Recht, berufliche Weiterbildung, Sprachen, Kultur, Spiel und Sport, Medien, Technik u. v. m. Außerdem werden regelmäßig interne Schulungen für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter durchgeführt.
Die Angebote der JuCoM richten sich nicht nur an "Tastenflitzer und Kürzelfreaks", sondern stehen allen Jugendlichen offen.
Die Veranstaltungen im sportlichen und kreativen Bereich stellen eine Ergänzung und ein Gegengewicht zur Schule bzw. zur beruflichen Tätigkeit dar. Sie bieten neben der Entspannung einen wichtigen Bereich zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung. Hier werden Erlebniswelten geschaffen, in der Jugendliche einen Spielraum für ihre Fähigkeiten entdecken und erweitern können.
Natürlich gibt es auch Bildungsangebote, die sich mit fachlichen Fragen zur Stenografie und zur Textverarbeitung beschäftigen. Hier handelt es sich unter anderem um Themen, die die Nutzung und Weiterentwicklung moderner Techniken beinhalten.
Die Stenojugend kämpft seit Jahren gegen das Vorurteil, veraltet zu sein und einem Hobby zu frönen, das manche als altmodisch und verstaubt empfinden. Dabei wird Zeitersparnis heutzutage groß geschrieben. Stenografie und Maschinenschreiben sparen dem Beherrscher dieser Techniken ernorm viel Zeit: Die einfachste Stufe der Kurzschrift ist ungefähr viermal so schnell wie die herkömmliche "Langschrift". Ein fortgeschrittener Stenograf kann die Schnelligkeit auf eine zwölf Mal so hohe Schreibgeschwindigkeit steigern. Die Profis der Kurzschrift können schneller schreiben, als die meisten Menschen sprechen können. Beim Maschinenschreiben ist es ähnlich: Das Zehn-Finger-Tastschreiben erspart sowohl an der Schreibmaschine als auch am PC enorm viel Zeit, nicht nur bei den Profis. Nicht zu vergessen der gesundheitliche Aspekt: Die professionelle Haltung am PC ist wesentlich schonender für die Augen und den Körper. Auch die Entwicklung der Spracherkennung am Computer verfolgt die Stenografenjugend intensiv. Und noch etwas spart der Stenograf: Er braucht keine Steckdose und keine technischen Geräte, ein Stück Papier und ein Stift reichen völlig aus.
Es ist interessant festzustellen, wer so alles die "Kürzel" beherrscht und sie auch ganz selbstverständlich benutzt. Berühmte Beispiele: Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel, der sich in einem Interview mit der Stenografenjugend lobend über die Kurzschrift äußerte und gleichzeitig erklärte, er benutze sie regelmäßig bei seinen Notizen und Aufzeichnungen. Astrid Lindgren schreibt ihre Manuskripte in Steno und hat sogar ein Kinderbuch über Kurzschrift geschrieben. Auch der Schriftsteller Erich Kästner beherrschte diese Kunst, und Konrad Zuse, der Erfinder des Computers, stenografierte seine alltäglichen Notizen.
Wenn auch die meisten "Stenos" sich wegen ihrer gemeinsamen Begeisterung für die Kurzschrift, das Maschinenschreiben oder die Textverarbeitung am PC zusammengefunden haben, so liegt doch der Hauptschwerpunkt der Arbeit der JuCoM im außerschulischen Bildungsbereich. Darunter wird ein eigenständiges Feld sozialen Lernens verstanden, das von den Jugendlichen weitgehend mitbestimmt und mitgestaltet wird. Die Bildungsarbeit der JuCoM soll die Jugendlichen befähigen, gesellschaftliche Zusammenhänge und Konflikte zu erkennen und soll sie so in die Lage versetzen, ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Interessen selbständig zu bestimmen und wahrzunehmen. Angesichts der zunehmenden Politikverdrossenheit der Jugendlichen erlangt diese Arbeit immer mehr an Bedeutung. Dabei ist es der JuCoM besonders wichtig, Freude am Lernen zu vermitteln und jugendgemäße Themen aufzugreifen um damit am "Puls der Zeit" zu bleiben. Sie will Vorurteile aufbrechen und bei den Jugendlichen Mut zum Einmischen wecken.
So engagiert sich die Stenografenjugend auch politisch z. B. zu dem Thema "Rassismus". Hier gibt es Projekte zum Thema Ausländerfeindlichkeit mit dem Ziel, mehr Verständnis für "Fremde" in unserem Land zu wecken. Des Weiteren werden im Verband aktuelle Fragen, wie z. B. die der "doppelten Staatsbürgerschaft", kontrovers diskutiert. Hierbei ist nicht die einheitliche Meinungsbildung gefragt, wichtig ist vielmehr die Entwicklung eines eigenen Standpunktes und eines gesellschaftlichen Verantwortungsgefühls sowie die Fähigkeit zu einer fairen Diskussion.
Unter der Schirmherrschaft und in Anwesenheit von dem damals für die Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen zuständigen Ministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Franz Müntefering, führte die Stenografenjugend eine große Benefizgala zugunsten behinderter Kinder durch. Auch hier stand der Gedanke einer gemeinschaftlichen sozialen Verantwortung im Vordergrund.
Geschäftsstelle
Jugendverband
Computer & Medien
[Stenojugend NRW]
Brackeler Hellweg 301
44309 Dortmund
Telefon 0231 140327
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